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Geschichte

Vor 1945

 

Bevor es in Seis eine eigene Musikkapelle gab, spielten die Seiser Musikanten in der Kapelle des Nachbardorfes Kastelruth mit. Durch den aufstrebenden Tourismus einerseits und Terminüberschneidungen andererseits wuchs in der Seiser Bevölkerung der Wunsch nach einer eigenen Musikkapelle. Im Jahr 1912 war es schließlich soweit: der „Musikverein in Seis am Schlern“ wurde gegründet. Erster Obmann war Florian Proßliner, Heissbäck, der erste Kapellmeister war der Zimmermann Josef Goller, Taschroderer. Aller Anfang ist schwer - so auch jener der Musikkapelle Seis am Schlern. Die Anfangsphase war von unzähligen Proben geprägt. Weiters ließ der Dekan von Kastelruth den Seiser Kapellmeister Josef Goller nicht an kirchlichen Feiern teilnehmen, weil dieser ein notorischer Ehebrecher war. Er ist darauf von seinem Amt als Kapellmeister zurückgetreten. Der Erste Weltkrieg brachte dem jungen Verein große Schwierigkeiten, da sämtliche Musikanten eingezogen wurden.

 

 

Zwischenkriegszeit

Nach Kriegsende beschlossen die verbliebenen 14 Mitglieder bei der Generalversammlung am 11. November 1919 nach heftigster Diskussion, die Musikkapelle Seis am Schlern als eigenständigen Verein weiterbestehen zu lassen. In den 20er Jahren befand sich die MK Seis in großen Geldproblemen, auch die vorangetriebene Italianisierung des Landes änderte vieles. Beispielsweise bekamen zahlreiche Märsche italienische Namen. 1935 wurden Musikkapellen gänzlich verboten, trotzdem waren sie bei nationalen Feierlichkeiten erwünscht. Im zweiten Weltkrieg wurden wiederum alle Mitglieder einberufen.

 

Seit 1945

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Musikkapelle erneut aufgebaut und wirkte ab 1946 bei vielen Feierlichkeiten mit, gab zahlreiche Konzerte und marschierte bei Umzügen im ganzen Lande mit.

 

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Anekdote zum „Seiser Glockenkrieg“

 

 

Für einige Aufregung sorgte 1971 der sogenannte „Seiser Glockenkrieg“. In der Ortschaft war es nämlich seit alters her Brauch, an Wochentagen um sieben Uhr früh die Glocken zur hl. Messe zu läuten, während dies an Sonntagen bereits um 5:30 Uhr zum ersten Mal geschah. Dies empfand ein unbekannter Feriengast als Zumutung und verklagte den Pfarrer bei Gericht wegen ruhestörenden Lärms. Der Richter gab dem Kläger Recht und verfügte, das frühzeitige Läuten der Glocken einzustellen. Am Samstag, den 7. August 1971 rückte die Musikkapelle zur feierlichen Eröffnung der Mineralien- und Kunstausstellung in Seis aus. Die Kapelle marschierte am Festplatz auf und nahm vor dem zahlreich erschienenen Publikum Aufstellung. Da drehte sich aber plötzlich der Kapellmeister dem erwartungsvollen Publikum zu und erklärte, er nehme an, da das Glockengeläute so lästig wäre, so dürften auch die Musikanten mit ihren Instrumenten lästig fallen, weshalb sie nicht spielen würden. Kaum hatte er dies gesagt, erhob sich die ganze Kapelle und zog stillschweigend ab, ohne einen Ton gespielt zu haben, das verblüffte Publikum zurücklassend. Als am darauffolgenden Sonntag vor dem mit Einheimischen und Gästen, Journalisten und Neugierigen gefüllten Kirchplatz zur gewohnten Zeit die Kirchenglocken zur Frühmesse läuteten, schritt weder ein Richter ein, um die Glocken zu beschlagnahmen, noch ließ der Feriengast mehr etwas vernehmen.

 

Obmänner der Musikkapelle seit Gründung


1912-1923 Florian Prossliner
1923-1947 Josef Egger Sen.
(1946-1947) Gottfried Rabanser
1947-1951 Jofef Goller
1951-1963 Paul Rabanser
1963-1967 Jakob Gasser
1967-1969 Jakob Mauroner
1969-1983 Oswald Trocker
1983-1989 Anton Profanter
1989-1999 Klaus Marmsoler
1999-2007 Tobias Goller
Seit 2007 Stefan Trocker


Kapellmeister der Musikkapelle Seis seit der Gründung



 

 

 

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Hauptadresse


Musikkapelle Seis am Schlern
Hauensteinweg 6
39040 Seis am Schlern

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